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Zukunft aktiv gestalten - Gemeinderatsseminar 2017

13.12.2017: Bildunterschrift: Zufrieden und beeindruckt von dem Errichten Ihrer Klausurtagung sind die Gemeinderäte von Kum-hausen (Mitte. Bgm. Huber und Architekt)

Gemeinderatsseminar 2017

Zukunft aktiv gestalten

Konstruktive Klausurtagung für Bürgermeister und Gemeinderäte von Kumhausen

"Wir wollen uns außerhalb der Gemeinderatssitzungen über die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde und insbesondere über das geplante Gemeinschaftshaus Gedanken machen", meinten Bürgermeister Thomas Huber und 14 Gemeinderäte. Daher traf man sich Ende November an einem Wochenende in Räumen der Höheren Landbauschule Rotthalmünster. Zum Ziel gesetzt hatte sich die Gruppe, die Weichen für ein attraktives und belebtes Gemeinschaftshaus zu stellen und sich daher intensiv mit dem Bauwerk an sich, mit den darin stattfindenden Veranstaltungen und dem damit verbundenen Innenraumkonzept zu beschäftigen.

Damit die Diskussion zielgerichtet verläuft, engagierte Bürgermeister Huber zur Moderation dieser "Zukunftswerkstatt" Dr. Ursula Diepolder, die u.a. für die Schule für Dorf- und Landeentwicklung, Abteil Plankstetten, tätig ist und als freiberuflich arbeitende Moderatorin Veränderungsprozesse, Zukunftswerkstätten und Strategie-Workshops konzipiert und begleitet.

Während der 1,5 Tage diskutierten und arbeiteten die Räte intensiv. Als erstes wurden Ziele konkretisiert, die mit dem geplanten Gemeinschaftshaus verbunden sind. Das Ergebnis dieses Arbeitsschrittes kann sich sehen lassen.

Das Gemeinschaftshaus soll entstehen, ...

... damit in Kumhausen ein Ort der Begegnung geschaffen wird und damit die Gemeinschaft zwischen Stadt- und Landorientierter Bevölkerung gefördert werden kann.

... um eine Bühne zu schaffen und damit Kunst und Kultur zu fördern, das kulturelle und das soziale Leben zu bereichern und für kreativen BürgerInnen die Möglichkeit zu schaffen, in die Öffentlichkeit zu gehen.

... um ein "Heim für alle Vereine" zu schaffen, damit das Vereinsleben zu reanimieren und so Vereinen wieder eine Zukunft zu geben.

.... um an einem zentralen Ort Bildung zu ermöglichen und den Treffpunkt für Senioren und Jugend zu verbessern. Letztendlich geht es auch darum Kumhausen eine eigene Identität und ein Gesicht zu geben, das begonnene Ortszentrum weiter zu entwickeln und damit insgesamt zur Ortsentwicklung beizutragen.

In Anschluss stellte Architekt Bernhard Paringer den Gemeinderäten die von ihm entworfenen Planungsvarianten vor: Variante A - "Teil-Neubau" an das ehemaligen KIK-Gebäude und Variante B: Neubau nach Abriss des kompletten KIK-Gebäudes. Nach intensiver Beschäftigung mit der Materie waren sich alle einig: Nur der Abriss des KIK mit anschließendem Neubau kommt in Frage, da die Nachteile bei der Variante "Teil-Neubau" zu groß sind.

In einem weiteren Arbeitsschritt entwickelte die Gruppe Ideen zur Belegung des Gemeinschaftshauses und konnte am Ende mit einer wahren Vielfalt an Möglichkeiten aufwarten. Ein Gemeinschaftshaus für Treffen, für Musik, als Bühne, als Ort für Kreatives, als Veranstaltungsort für Feste und Tanz. "Es ist aktuell wenig los bei uns, doch es gibt ein enormes Potential. Wir sind uns nun sicher, dass dieses Gemeinschaftshaus belebt werden kann", so das Fazit der Gemeinderäte.

Nachdem die Gruppe eine konkrete Vorstellung zu den Nutzungsmöglichkeiten hatte, war es ein Leichtes, Anforderungen an die Räumlichkeiten zu stellen und auf Basis dessen einen Abgleich des zukünftigen Raumbedarfs mit der aktuell vorliegenden Planung zu machen. Dabei erhielt Architekt Paringer einige konstruktive Anregungen und den Auftrag, diese in seinen Entwurf einzuarbeiten.

Danach ging es "ans Eingemachte". Die Gemeinderäte legten die nächsten Schritte für das weitere Vorgehen fest. "Wir wollen die Bürger NEUGIERIG machen auf das zukünftige Gemeinschaftshaus!" Ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen wird eine Bürgerveranstaltung im Frühjahr 2018 sein. Dort sollen die Bürgerinnen und Bürger von Kumhausen sowie alle Interessierte über die Pläne und die Möglichkeiten informiert werden, die mit dem Gemeinschaftshaus verbunden sind und Gelegenheit bekommen eigene Ideen und Nutzungsvorschläge mit einzubringen.

Die Zufriedenheit mit dem Klausurergebnis war bei allen sehr hoch; die Art und Weise der Zusammenarbeit in ruhigem Umfeld hat alle angesprochen und inspiriert. In kurzer Zeit konnten viele grundsätzliche Dinge geklärt und strukturiert bearbeitet werden. Der Startschuss für den Neubau und ein konkreter Fahrplan mit vielen positiven Anregungen ist gefallen.

"Wir sind davon überzeugt, mit dem interessanten Raumkonzept, das eine dynamische Raumnutzung ermöglichen wird, viele Nutzungsmöglichkeiten zu bieten. Und wir haben zu unserer Freude entdeckt, dass in der Bürgerschaft mit Ihren Talenten und Bedürfnissen enorm viel Nutzungspotential für unser zukünftiges Gemeinschaftshaus steckt. Nun gilt es als nächstes, unsere Begeisterung und Freude, mit den anderen zu teilen", so das Abschlussresümee von Bürgermeister  Thomas Huber.